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Im dritten Jahr ihres Bestehens hat die Aktion deutlich an Breitenwirkung gewonnen. 2.848 Städte, 84 Länder sowie zahlreiche Organisationen, Firmen und Prominente haben bisher ihre Teilnahme zugesagt. Ziel der Aktion ist es jedoch, die einzelnen Menschen zu erreichen, so Petri. "Berechnungen zufolge werden über eine Mrd. Menschen an der Aktion teilnehmen." Da mehr als drei Mrd. Menschen derzeit noch nicht über elektrisches Licht verfügen, konzentriere sich die Aktion auf die industrialisierte Welt. Das bestätigt eine Weltkarte auf der Aktionshomepage, die in Europa eine besonders hohe Beteiligung von Städten in Skandinavien, den Benelux-Staaten sowie in Süd- und Westeuropa zeigt. Eher bescheiden machen sich die fünf beteiligten Landeshauptstädte Österreichs aus, die bestimmte Sehenswürdigkeiten für eine Stunde lang unbeleuchtet lassen. "Die Bewerbung verlief in jedem Land anders, zudem ist die Teilnahme freiwillig", so Petri.
Noch mehr Zurückhaltung zeigen die deutschen Städte. Christian Plaep, deutscher WWF-Sprecher http://www.wwf.de , begründet dies gegenüber pressetext damit, dass die Aktion mit dem Auftakt der Bonner Klimakonferenz am Folgetag zusammenfalle. "Wir hatten die Wahl zwischen der Bewerbung der großen symbolischen Aktion der Earth Hour, zu deren Zielen wir uns klar bekennen, und der Konzentration auf die erste Klimakonferenz nach Posen, die eine wichtige Vorbereitung für Kopenhagen darstellt." In Deutschland beschränke sich die Aktion daher eher auf den privaten Raum, wenngleich auch vereinzelte Städte ihre Teilnahme bekundet haben. Das Berliner Rathaus, das Bonner Hochhaus "Langer Eugen" sowie die Alsterpromenade in Hamburg werden unter anderem am Samstag ab 20:30 Uhr für eine Stunde dunkel bleiben.
Ban Ki-Moon, Generalsekretär der UNO http://www.un.org , forderte die Welt zuletzt in einer Videobotschaft zur Teilnahme an der Aktion auf, die zur "größten Demonstration öffentlichen Bewusstseins des Klimawandels der Geschichte" zu werden verspreche. Er unterstrich den Ernst der Klimaproblematik sowie die Notwendigkeit, dass bei der Kopenhagener Klimakonferenz im Dezember eine ehrgeizige, faire und effektive Einigung erzielt werde, die zudem wissenschaftlich korrekt sei. Um dies zu unterstreichen, würden sich auch die weltweiten Gebäude der Vereinten Nationen an der Aktion beteiligen, so der UNO-Generalsekretär.
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